{"id":694,"date":"2014-12-19T23:11:09","date_gmt":"2014-12-19T22:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.englischschecken.ch\/?p=694"},"modified":"2026-01-14T09:14:51","modified_gmt":"2026-01-14T08:14:51","slug":"bibel-der-richtigen-ernaehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.englischschecken.ch\/?p=694","title":{"rendered":"\u00abBibel\u00bb der richtigen Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Wir freuen uns und sind dankbar, dass sich Heinz Schmid, Tierwelt-Redaktor, bereit erkl\u00e4rt hat, sporadisch Fachartikel aus seiner Feder, die in der \u201eTierwelt\u201c erschienen sind, f\u00fcr unsere Homepage zur Verf\u00fcgung zu stellen. In einer zweiten Phase&nbsp;versuchen wir, auch das Bildmaterial authentisch auszusuchen.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Futtermittelproduktion unterliegt klaren gesetzlichen Vorgaben. Diese gelten nicht nur f\u00fcr die Herstellung von Nutztier-, sondern auch f\u00fcr Kaninchenfutter. Nur wenn s\u00e4mtliche Auflagen der sogenannten Futtermittelverordnung erf\u00fcllt sind, darf Futter in den Handel gelangen und an die Kaninchen verf\u00fcttert werden.<br><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Als Futtermittel gelten Stoffe oder Erzeugnisse, die zur oralen Tierf\u00fctterung bestimmt sind. Die Erzeugnisse sind pflanzlichenUrsprungs, die vorrangig zur Deckung desErn\u00e4hrungsbedarfs von Kaninchen dienen. Diese liegen im nat\u00fcrlichen Zustand vor oder sind bereits f\u00fcr die Herstellung von Mischfutter haltbar gemacht worden.Alleinfutter ist als Mischfutter definiert, das aufgrund seiner Zusammensetzung f\u00fcr diet\u00e4gliche Abdeckung aller N\u00e4hrstoffe eines Kaninchens ausreicht. Erg\u00e4nzungsfuttermittel sind Mischfutter mit einem hohen Gehalt an bestimmten Stoffen, die aufgrund der Zusammensetzung nur mit anderen Futtermitteln zusammen f\u00fcr die t\u00e4gliche Ration der Kaninchen ausreichen. Beispiel eines Erg\u00e4nzungsfutters ist Gras, das weniger Proteine, daf\u00fcr mehr Energiekomponenten, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und andere Zusatzstoffe enthalten muss. Futtermittelzusatzstoffe werden zugelassen, wenn sie sich nicht sch\u00e4dlich auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt auswirken und beispielsweise die Beschaffenheit des Futtermittels positiv beeinflussen k\u00f6nnen \u2013 etwa Presshilfsstoffe, die daf\u00fcr sorgen, dass Pellets mit m\u00f6glichst wenig Abrieb (Futterverlust) ins Futtergeschirr oder in den Trog eingef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Zusatzstoffe sind aber auch dann hilfreich, wenn sie die Leis tung oder das Wohlbefinden der Kaninchen, insbesondere die Magen- und Darmflora, positiv beeinflussen. Hierzu gibt es ein Produkt zu erw\u00e4hnen, das h\u00e4ufig in den Futtermitteln f\u00fcr Kaninchen eingesetzt wird, n\u00e4mlich die Kokzidiostatika und Histomonostatika (= Stoffe zur Abt\u00f6tung oder Wachstumshemmung von Parasiten). Sie wirken gegen die Kokzidien, von denen die Kaninchen leider nicht verschont bleiben.<br>Ob Hygiene, Zulassung oder Inhaltsstoffe, in der Verordnung ist alles geregelt In der Futtermittelverordnung ist mehr geregelt, als dem Tierhalter vielleicht klar ist:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Inverkehrbringen: Es d\u00fcrfen nur Einzelfuttermittel und Mischfutter eingef\u00fchrt werden oder in Verkehr gebracht werden, die sicher sind und keine unmittelbare sch\u00e4dliche Auswirkung auf die Umwelt oder das Tierbefinden haben. Sie sollen auch die Gesundheit von Mensch und Tier nicht beeintr\u00e4chtigen und die Lebensmittel, die aus den mit diesen Futtermitteln gef\u00fctterten Tieren hergestellt werden, d\u00fcrfen ebenfalls nicht unsicher f\u00fcr den menschlichen Verzehr sein.<\/li>\n\n\n\n<li>Zulassungsverfahren: Wer ein Einzelfuttermittel oder ein in einem Mischfuttermittel enthaltenes Einzelfuttermittel verkaufen will, das nicht auf der Liste aufgef\u00fchrt ist, muss dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) innert drei Monaten nach dem ersten Einf\u00fchren oder Inverkehrbringen eine Beschreibung und die Hauptn\u00e4hrstoffe melden.<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6chstwerte f\u00fcr unerw\u00fcnschte Stoffe in der Tierern\u00e4hrung: Eine Liste legt fest, bis zu welchem H\u00f6chstwert unerw\u00fcnschte Stoffeenthalten sein d\u00fcrfen. Schlaumeier der Futtermittelbranche k\u00f6nnen deshalb nicht Rohstoffkomponenten, die zu viele unerw\u00fcnschten Stoffe enthalten, mit anderen Futtermitteln verd\u00fcnnen.<\/li>\n\n\n\n<li>Anforderungen an die Futtermittelhygiene: Die Futtermittelunternehmen haben sicherzustellen, dass auf allen Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen nach den Vorschriften der guten Verfahrenspraxis vorgegangen wird. Dazu geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich auch die Hygiene. Futtermittelunternehmen und Tierhalter d\u00fcrfen nur Futtermittel aus Betrieben verwenden, die registriert und zugelassen sind. Auch wird den Unternehmen klar vorgeschrieben, dass, wer Futtermittel f\u00fcr Nutztiere produziert, einf\u00fchrt oder in Verkehr bringt, die daf\u00fcr wichtigen Angaben f\u00fcr die R\u00fcckverfolgbarkeit der Futtermittel aufzeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Futtermittelbetriebe m\u00fcssen sich regelm\u00e4ssigen Kontrollen unterziehen Die Futtermittelverordnung gilt nicht f\u00fcr die Einfuhr von Heimtierfuttermittel f\u00fcr den privaten Gebrauch. Einzelfuttermittel und Futtermittelzusatzstoffe d\u00fcrfen keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch, Tier oder die Umwelt haben. Zudem sind sie nur zugelassen, wenn sie in der Liste der gentechnisch ver\u00e4nderten Futtermittel (GVO-Futtermittelliste) des BLW aufgef\u00fchrt sind. Gentechnisch ver\u00e4nderte Futtermittel k\u00f6nnen f\u00fcr h\u00f6chstens 10 Jahre in die GVO-Futtermittelliste aufgenommen werden. F\u00fcr Konsumenten und Tierhalter relevant ist, dass eine Kennzeichnungspflicht aller im Handel erh\u00e4ltlichen Futter besteht. Bei den Futtermitteln ist ein Zusatz \u00abgentechnisch ver\u00e4nderter (Bezeichnung des Organismus)\u00bb nach dem spezifischen Namen des Futtermittels in Klammern aufzuf\u00fchren. Diese Anforderung gilt nicht f\u00fcr Futtermittel, die GVO-Material enthalten mit einem Anteil, der nicht h\u00f6her als 0,9 Prozent ist, und vorausgesetzt, dass dieser Anteil unbeabsichtigt oder technisch nicht zu vermeiden war. Das BLW sorgt daf\u00fcr, dass die Unternehmen die Verordnung regelm\u00e4ssig, risikogerecht und nach dokumentierten Verfahren vollziehen. Dazu geh\u00f6rt, dass sie sich auch Kontrollen unterziehen m\u00fcssen, die ohne Voranmeldung auf den Betrieben vorgenommen werden. Im Jahr 2012 wurden von den 1330 registrierten und zugelassenen Betrieben 299 inspiziert. Dabei wurden 1156 Futtermittel von verschiedenen Kategorien beprobt und analysiert. Von den 830 untersuchten Schweizer Nutztierfuttermitteln waren 673 konform; 103 wiesen leichte Nicht Konformit\u00e4ten auf und 54 waren nicht konform.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: Heinz Schmid<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir freuen uns und sind dankbar, dass sich Heinz Schmid, Tierwelt-Redaktor, bereit erkl\u00e4rt hat, sporadisch Fachartikel aus seiner Feder, die in der \u201eTierwelt\u201c erschienen sind, f\u00fcr unsere Homepage zur Verf\u00fcgung zu stellen. In einer zweiten Phase&nbsp;versuchen wir, auch das Bildmaterial authentisch auszusuchen. Die Futtermittelproduktion unterliegt klaren gesetzlichen Vorgaben. 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